Rezension – Lehrbuch Schutzkonzepte und Diversität in Organisationen gestalten

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Fokus: Junge Menschen mit Fluchterfahrungen

Meike Kampert, Tanja Rusack, Wolfgang Schrper, Mechthild Wolff (Hrsg.)

BELTZ Juventa 2020

294 Seiten, ISBN: 978-3-7799-6151-2

In dem Lehrbuch „Schutzkonzepte und Diversität in Organisationen gestalten“ wird der Fokus auf junge Menschen mit Fluchterfahrungen gelegt und richtet sich folglich an Studierende, Lehrende, Interessierte und alle Tätigen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrungen. Es werden grundlegende Zugänge und Praxiswissen zu diversitätsbewussten Schutzkonzepten vermittelt. Des Weiteren beziehen sich Reflexionsfragen und Praxisbeispiele auf Situationen, Fragen und Herausforderungen bezüglich Grenzverletzungen, Gefährdungen, Diskriminierungen, Achtsamkeit, Präventions-, Interventions- und Aufarbeitungsprozesse, wie sie in der alltäglichen pädagogischen Praxis vorkommen. Diese bilden den Kern von organisationalen Schutzkonzepten, weshalb im Lehrbuch immer wieder auf diese Beispiele, in Form von unterschiedlichen Materialien, eingegangen wird.

Besonders interessant war für mich der Beitrag zu einem Interview von Mitarbeiter*innen eines Jugendamtes. Die langen Verfahren für Jugendliche und junge Erwachsene bei einem Asylantrag sind sehr bedauerlich. Die begleitende Ungewissheit der jungen Menschen, ob der Antrag genehmigt wird oder sie das Land wieder verlassen müssen, ist mit sehr viel Angst verbunden. Besonders in den ersten Jahren benötigen die jungen, geflüchteten Menschen sehr viel Unterstützung, auch die mehrere Jahre dauernden Asylverfahren stellen eine Herausforderung dar. Für die Mitarbeitenden des Jugendamtes bedeutet dies unter anderem, immer auf dem rechtlich neuesten Stand zu sein.

Insgesamt vermittelt das Lehrbuch den Leser*innen Wissen, Methoden, sowie Ideen zur Entwicklung und Implementierung von diversitätsbewussten Schutzkonzepten. Die theoretischen Grundlagen, praxisrelevanten Erfahrungen, Vorgehensweisen und Reflexionsanstöße dienen den Leser*innen als Inspiration, Impulse oder Anlass zur Entwicklung von Schutzkonzepten oder zur Erweiterung/Modifizierung bereits bestehender.

Selina Bartenschlager

Aktuelles

AMYNA startet neuen Podcast
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„Prävention konkret – Der Podcast zur Prävention sexualisierter Gewalt“ von AMYNA e.V. diskutiert zentrale Fragen der Prävention – fachlich fundiert, verständlich und praxisnah. Die erste Staffel startet am 25. September mit dem Titel „Schutzkonzepte machen Schule - In einem Jahr zum Schutzkonzept“. Danach gibt es immer zum 15. jedes Monats eine Folge. Der bereits veröffentlichte Trailer gibt einen ersten Einblick.
Stellungnahme der Aktion Sichere Wiesn zur Debatte um das Teufelsrad
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Die Aktion Sichere Wiesn ist eine Kooperation von AMYNA e.V., IMMA e.V. und der Beratungsstelle Frauen*notruf München
Ein buntes Programm zum Schutz von Kindern
Hände mit aus Pappe ausgeschnittenen Figuren die eine Familie darstellen
Traditionell zum Schuljahresanfang startet auch das Jahresprogramm von AMYNA e.V. Die beiden Bereiche ‚Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch‘ und ‚GrenzwertICH – Sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche verhindern‘ haben wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Es wendet sich an alle, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen. Ziel ist der Schutz vor sexualisierter Gewalt. Klicken Sie hier, um die vollständige Pressemitteilung zu lesen.

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