Interkulturelles

Viele Flyer in dafür vorgesehenen Haltern

Auch Mädchen* und Jungen* mit Migrationshintergrund müssen sexuellen Missbrauch erleben. Durch unsere bisherige Arbeit wurde sehr deutlich, dass in den verschiedenen Communities von Migrant*innen ähnliche Tabus herrschen wie unter verschiedenen Gruppierungen in der Bundesrepublik.

In diesem Punkt unterscheiden sich Migrantinnen und Migranten nicht von Menschen deutscher Herkunft. Auch hier ist das Sprechen über sexuellen Missbrauch mit vielen Tabus belegt und die Angst vor einer möglichen Konfrontation mit dem Thema groß.

Die Prävention von sexueller Gewalt berührt Fragen der Erziehung; es geht um die Vermittlung von Vorstellungen über Sexualität an die nächste Generation, um die Stellung von Mädchen* und Frauen* in einer Gesellschaft, um den Umgang mit Grenzen, mit Intimität und mit Gefühlen usw. Diese Fragen werden die in unterschiedlichen Gesellschaften unterschiedlich betrachtet und gehandhabt.

Prävention sexueller Gewalt bedeutet aber auch:  Es ist wichtig, Hierarchien und Machtverhältnisse zu reflektieren, in denen Mädchen* und Jungen* leben: Machtverhältnisse und Hierarchien zwischen Erwachsenen und Kindern, zwischen Eltern und Kindern oder aber rassistische und andere strukturellen Machtverhältnisse. Denn diese Machtverhältnisse schwächen das Selbstbewusstsein von Mädchen* und Jungen*, die in der Regel die untergeordnete Position haben, und begünstigen so auch sexuellen Missbrauch.

Um bestehende Tabuisierungen aufzuheben, gezieltes Wissen zu vermitteln und damit den Schutz von Mädchen* und Jungen* vor sexualisierter Gewalt zu vergrößern, bieten wir folgende Angebote an:

  • Elternabende für Migrant*innen aus dem islamischen Kulturkreis zum Thema präventive Erziehung
  • Fortbildungen für Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen und sonstige Bezugspersonen, die mit Kindern und Jugendlichen aus dem islamischen Kulturkreis präventiv arbeiten wollen
  • Telefonische Präventionsberatung immer dienstags von 10.00–12.00 Uhr, fon: (089) 890 57 45-100
  • Präventionsberatung zu Fragen der interkulturellen Präventionsarbeit (nach Absprache)
  • in unserer Infothek finden Sie auch Literatur und Materialien zu diesen Themen.

Ansprechpartnerin

Foto von Parvaneh Djafarzadeh
Parvaneh Djafarzadeh
Dipl.-Pädagogin, Interkulturelle Trainerin und Beraterin

Angebote zum Thema Interkulturelle Prävention

Für Fachkräfte – Fortbildungen und Vorträge auf Anfrage

Für Eltern – Elternabende auf Anfrage

Termine und Kosten nach Vereinbarung – gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot.

Mama, wie bin ich aus deinem Bauch gekommen?

Bücher und Broschüren

Jubiläumsausgabe Elternbroschüre „Wie kann ich mein Kind schützen?“
Die komplett überarbeitete Neuauflage der Broschüre...
Elternbroschüre „Wie kann ich mein Kind schützen?“ (Stand 2020)
Elternbroschüre: "Wie kann ich mein Kind schützen?" Für Eltern…
Pelin und Paul (2011)
Elke Schmidt, Parvaneh Djafarzadeh, Christine Rudolf-Jilg, Silke…
Prävention geht alle an! (2010)
Ansätze interkultureller und struktureller Prävention von sexuellem…
Abulimaus ist höflich (2007)
Ein Kinderbuch auch für Eltern – zweisprachig deutsch/türkisch Abulimaus…
Interkulturelle Prävention von sexuellem Missbrauch (2002)
Eine horizonterweiternde Herausforderung Gibt es bei sexuellem…

Aktuelles

AMYNA startet neuen Podcast
Cover final neu.png
„Prävention konkret – Der Podcast zur Prävention sexualisierter Gewalt“ von AMYNA e.V. diskutiert zentrale Fragen der Prävention – fachlich fundiert, verständlich und praxisnah. Die erste Staffel startet am 25. September mit dem Titel „Schutzkonzepte machen Schule - In einem Jahr zum Schutzkonzept“. Danach gibt es immer zum 15. jedes Monats eine Folge. Der bereits veröffentlichte Trailer gibt einen ersten Einblick.
Stellungnahme der Aktion Sichere Wiesn zur Debatte um das Teufelsrad
Sichere Wiesn Logo
Die Aktion Sichere Wiesn ist eine Kooperation von AMYNA e.V., IMMA e.V. und der Beratungsstelle Frauen*notruf München
Ein buntes Programm zum Schutz von Kindern
Hände mit aus Pappe ausgeschnittenen Figuren die eine Familie darstellen
Traditionell zum Schuljahresanfang startet auch das Jahresprogramm von AMYNA e.V. Die beiden Bereiche ‚Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch‘ und ‚GrenzwertICH – Sexuelle Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche verhindern‘ haben wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Es wendet sich an alle, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen. Ziel ist der Schutz vor sexualisierter Gewalt. Klicken Sie hier, um die vollständige Pressemitteilung zu lesen.

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